Bürokratieabbau: Was Betriebe brauchen, ist längst benannt!

Die Betriebe brauchen Entlastung, keine neuen Hürden. Der DEHOGA hat längst benannt, wo Bürokratieabbau ansetzen muss.
Gastgewerbe entlasten: Der DEHOGA hat 2024 klare Vorschläge gemacht
Gastgewerbe entlasten: Der DEHOGA hat 2024 klare Vorschläge gemacht

Bürokratieabbau steht wieder weit oben auf der politischen Agenda. Für das Gastgewerbe ist diese Debatte nicht neu. Der DEHOGA hat bereits 2024 sehr konkret benannt, wo Betriebe entlastet werden müssen und welche Schritte dafür nötig sind. Gemeinsam mit den DEHOGA Landesverbänden hat der Bundesverband unter dem Titel „Rezepte für den Bürokratieabbau“ umfangreiche Vorschläge vorgelegt.

Der DEHOGA war damit früh und klar vorne mit dabei. Nicht mit allgemeinen Appellen, sondern mit Forderungen aus dem Betriebsalltag von Hotellerie und Gastronomie.

Die Lage in den Betrieben ist eindeutig. Bürokratie kostet Zeit, Personal und Geld. Sie bindet Unternehmerinnen und Unternehmer an Schreibtische, obwohl sie in ihren Betrieben gebraucht werden. Wer ein Hotel, Restaurant, Café, eine Bar oder einen Cateringbetrieb führt, muss sich um Gäste, Mitarbeitende, Qualität, Einkauf, Kosten und Zukunftsfragen kümmern. Zusätzliche Nachweise, Dokumentationen und Verfahren machen diesen Alltag schwerer.

Die DEHOGA-Veröffentlichung nennt konkrete Zahlen. Ein typisches mittelständisches Unternehmen im Gastgewerbe wendet durchschnittlich 14 Stunden pro Woche für Bürokratiepflichten auf. Je nach Betrieb können bis zu 125 Verpflichtungen zusammenkommen. 100 davon verursachen spürbare Bürokratiebelastungen. Das ist Arbeitszeit, die im Betrieb fehlt.

Bürokratieabbau darf deshalb nicht bei Ankündigungen stehen bleiben. Die Politik ist im Zugzwang. Wer Entlastung verspricht, muss liefern. Und zwar so, dass es in den Betrieben tatsächlich ankommt.

Der DEHOGA fordert unter anderem einen wirksamen Praxischeck für neue Gesetze, ausreichende Vorlaufzeiten bei neuen Vorgaben, klare Zuständigkeiten in der Verwaltung und eine konsequente Umsetzung europäischer Regelungen ohne zusätzliche nationale Verschärfungen. Auch kleine und mittlere Betriebe müssen stärker berücksichtigt werden. Gerade sie haben in der Regel keine eigene Verwaltungsabteilung, die neue Pflichten nebenbei auffangen kann.

Regeln müssen verständlich, umsetzbar und verhältnismäßig sein. Nicht jede zusätzliche Dokumentation bringt mehr Sicherheit. Nicht jede neue Kennzeichnung hilft den Gästen. Nicht jedes Genehmigungsverfahren ist besser als ein schlankes, digitales Anzeigeverfahren.

In der PDF benennt der DEHOGA zahlreiche Bereiche, in denen Entlastung möglich und notwendig ist. Dazu gehören Arbeitszeitrecht, Schriftformerfordernisse, Datenschutz, Hygienedokumentation, Allergenkennzeichnung, Genehmigungsverfahren sowie weitere Nachweis- und Berichtspflichten. Der Anspruch bleibt klar. Verantwortung ja. Unnötige Belastung nein.

Für Hamburgs Hotellerie und Gastronomie ist diese Debatte besonders wichtig. Unsere Betriebe brauchen keine zusätzlichen Hürden. Sie brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, digitale Verfahren und Regeln mit Augenmaß. Wer das Gastgewerbe stärken will, muss den Unternehmen mehr Luft zum Arbeiten geben.

Der DEHOGA hat seine Hausaufgaben gemacht und konkrete Vorschläge auf den Tisch gelegt. Jetzt muss die Bundesregierung liefern. Bürokratieabbau darf nicht nur in politischen Papieren stehen. Er muss in den Küchen, an den Rezeptionen, in den Gasträumen und in den Büros der Betriebe ankommen.

Weitere Informationen und die vollständigen Vorschläge finden Sie in der DEHOGA-PDF „Rezepte für den Bürokratieabbau“.

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