Das Gastgewerbe ist mit spürbarem Gegenwind in das Jahr gestartet. Die aktuelle Auswertung des DEHOGA Bundesverbandes gibt einen kompakten Überblick über Umsatzentwicklung, Beschäftigung, Gründungen und Insolvenzen, Kosten- und Preisentwicklung, Übernachtungszahlen sowie Ausbildung in Hotellerie und Gastronomie.
Ein zentrales Signal: Die Branche verzeichnete im ersten Quartal 2026 real, also preisbereinigt, erneut deutliche Umsatzverluste. Im Vergleich zum Vorjahresquartal lag der reale Umsatz im Gastgewerbe um 5,1 Prozent niedriger, nominal dagegen um 2,1 Prozent höher. Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 ergibt sich real ein Minus von 19,7 Prozent. Das zeigt deutlich: Steigende Preise allein bedeuten noch keine wirtschaftliche Erholung.
Auch der Blick auf die Kostenentwicklung macht klar, warum viele Betriebe weiterhin unter Druck stehen. Energie, Waren und Personal belasten die Ertragslage spürbar. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage sensibel, insbesondere dort, wo Gäste Ausgaben genauer abwägen.
In der Beherbergung zeigt sich ein gemischtes Bild: Von Januar bis März 2026 wurden im Beherbergungsgewerbe 86,6 Millionen Übernachtungen gezählt. Das entspricht einem Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung liegt damit insgesamt knapp unter dem Niveau von 2019. Besonders interessant für Hamburg: Die durchschnittliche Zimmerauslastung in der Hotellerie ab 25 Zimmern lag im ersten Quartal 2026 bei 65,4 Prozent und damit über dem Bundeswert von 51,3 Prozent.
Der Zahlenspiegel enthält darüber hinaus weitere Einordnungen zur Beschäftigungsentwicklung, zu gemeldeten Stellen, Betriebsgründungen, Insolvenzen, umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen und Ausbildungszahlen. Diese Details sind besonders für Betriebe hilfreich, die ihre eigene Lage mit der bundesweiten Entwicklung abgleichen möchten.
DEHOGA Hamburg-Mitglieder können den vollständigen Zahlenspiegel kostenfrei im Mitgliederportal einsehen. Dort stehen alle Tabellen, Kennzahlen und Entwicklungen im Detail zur Verfügung.
Der Zahlenspiegel macht deutlich: Die Branche bleibt leistungsfähig, steht aber weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Umso wichtiger sind verlässliche Rahmenbedingungen, Entlastungen und politische Entscheidungen, die bei den Betrieben tatsächlich ankommen.
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